Synthese & Verfahrensforschung,Katalyse,Kilolabor
Diese Bereiche gehören alle zur selben Abteilung: der Chemischen Synthese. Hat sich eine neue Verbindung als potentieller Kandidat für die klinische Entwicklung herauskristallisiert, werden bald grössere Mengen dieser Verbindung für umfangreiche pharmakologische und toxikologische Studien, die Entwicklung einer geeigneten Formulierung und den Beginn der klinischen Prüfungen benötigt. Zur kurzfristigen Produktion der erforderlichen kg-Mengen muss die im medizinalchemischen Labor verwendete Synthese vom Kilolabor in enger Zusammenarbeit mit der Synthese- & Verfahrensforschung einer eingehenden Problemanalyse (“Trouble-Shooting“) unterzogen werden, um so kurzfristig ein funktionsfähiges Verfahren zu definieren. Das oberste Ziel von Synthese- und Verfahrensforschung besteht darin, eine schnelle, effiziente, ökologische, wirtschaftliche und technisch realisierbare chemische Synthese zu entwickeln, die zur industriellen Produktion in grossem Massstab weiterentwickelt werden kann.
In der Synthese- & Verfahrensforschung und Katalyse arbeiten hochqualifizierte Synthesechemiker/innen mit breitgefächerten Kenntnissen und Erfahrung in enantioselektiver Synthesemethodik und Katalyse, einer ausgeprägten Fähigkeit zur Durchführung retrosynthetischer Analysen sowie einer unstillbaren Neugier, neue Reaktionswege und Technologien zu erforschen. Im Kilolabor werden erfahrene Chemiker/innen mit umfassenden Kenntnissen auf dem Gebiet der organischen Chemie hinsichtlich der Problemanalysen und einem guten Gespür für die Umsetzungsmöglichkeit von Syntheseprozessen benötigt. In der Abteilung Chemische Synthese starten auf organische Chemie spezialisierte Chemiker/innen normalerweise nach einem Postdoc-Aufenthalt als Laborleiter/in in einem Syntheselabor und befassen sich, unterstützt von zwei Labortechnikern/innen, mit der Synthese neuer Wirkstoffkandidaten für die weitere Prüfung. Zusätzlich zu den Karrieremöglichkeiten im Linienmanagement innerhalb der Abteilung (d.h. Gruppenleiter/in, Bereichsleiter/in) werden Synthesechemiker/innen häufig zu Projektkoordinatoren berufen, um die Syntheseaktivitäten im Bereich Medizinalchemie, Synthese- & Verfahrensforschung, Katalyse, Kilolabor und Technische Verfahrensentwicklung zu koordinieren. Je nach persönlichen Interessen und Präferenzen sind auch Karrieren ausserhalb der Abteilung Chemische Synthese in diversen verwandten Abteilungen wie z. B. Chemische Forschung, Patentwesen, Bibliothek & Wissenschaftliche Informationsdienste, Logistik, Registrierung usw. möglich.
